• Parolenfassung zur Eidg. Abstimmung über das neue «CO2-Gesetz» vom 13. Juni 2021

Parolenfassung zur Eidg. Abstimmung über das neue «CO2-Gesetz» vom 13. Juni 2021

28.04.2021

Der Vorstand des HEV Zugerland hat sich verschiedentlich intensiv mit dem neuen «CO2-Gesetz» auseinander gesetzt. Eine Annahme dieses Gesetzes kann im Rahmen eines Heizungsersatzes von bestehenden älteren Bauten zu kurzfristig erhöhten Investitionskosten z.L. der Grundeigentümer führen, welche aber durch das aktuell günstige Zinsumfeld finanzierbar sein dürften. Investitionen in die energetische Gebäudesanierung stellen zudem zu einem grösseren Teil wertvermehrende Investitionen dar, welche längerfristig zu einer Reduktion der Energiekosten führt. Diese Investitionen werden zudem z.T. von Bund und Kanton finanziell unterstützt, wenn auch dies noch in einem eher geringen Ausmass erfolgt. Bei der Umsetzung des neuen CO2-Gesetzes ist jedoch zwingend darauf zu achten, dass «Härtefälle» gezielt und individuell abgefedert werden. Langfristig und aus gesellschaftspolitischer Optik ist das angestrebte Ziel einer CO2-neutralen Schweiz per 2050 jedoch nur durch weitere Absenkungsziele möglich, welche nicht nur den Gebäudebereich, sondern ebenso den Verkehr (Industrie, Auto, Flugzeug usw.) zu erfassen haben. Die Vor- und Nachteile und die Auswirkungen des neuen CO2-Gesetzes sind vor diesem Hintergrund sehr indivduell zu beurteilen und vom Einzelfall abhängig. 

Nach Ansicht des Vorstandes des HEV Zugerland hat sich daher jede einzelne Stimmbürgerin oder jeder einzelne Stimmbürger – ob Grundeigentümer oder nicht - die Frage zu stellen: Was ist mir persönlich meine Umwelt wert und bin ich in der Lage und will ich einen Beitrag dazu leisten?

Daher der Vorstand des HEV Zugerland für diese richtungsweisende Abstimmung die «Stimmfreigabe» beschlossen.