• Coronavirus: Auch das Risiko von Computerviren steigt an

Coronavirus: Auch das Risiko von Computerviren steigt an

08.04.2020 ALEXANDER TLILI Spezialist im Team Professional Indemnity & Cyber und Mitglied des Kaders

Das Coronavirus verunsichert die Welt – das nutzen Hacker aus, um unter dem Deckmantel des Virus eine neue Welle von Cyberangriffen zu starten.

Das Unternehmen für Cybersicherheit CYE verzeichnet seit Februar eine fünfmal höhere Zahl an Vorfällen: Es werden E-Mails verbreitet, deren Anhänge oder Links das Corona-Thema nutzen, um Schad- Software zu verbreiten. Ausserdem werden E-Mails im Namen der Weltgesundheitsorganisation WHO oder des BAG verschickt, um personenbezogene Daten zu stehlen.

Weil die Menschen momentan weitgehend zu Hause bleiben und entsprechend beruflich oder privat intensiv das Internet nutzen, wird die individuelle Gefahr noch höher. Die wichtigsten Tipps für mehr Cybersicherheit:

Klicken Sie keine Links an

Klicken Sie keine Links oder Anhänge in E-Mails an, wenn der Absender nicht vertrauenswürdig ist. Wenn Sie im Internet eine Seite aufrufen möchten, dann geben Sie die URL am besten direkt ein. Schauen Sie diese zuvor genau an: Führt sie tatsächlich zur offiziellen Website des Unternehmens oder der Einrichtung, die Sie aufrufen möchten? Nutzen Sie bei Zweifeln einen Online-Prüfdienst, zum Beispiel isitphishing.org.

Geben Sie keine Daten preis

Antworten Sie keinen unbekannten Quellen und geben Sie ihnen Kontodaten preis. Vertrauenswürdige Partner verfügen in der Regel bereits über diese Daten. Übermitteln Sie unbekannten Personen niemals Kennwörter, und öffnen Sie keine Anhänge in E-Mails, die Sie nicht angefordert haben.

Melden Sie verdächtige Vorgänge

Wenn Sie im Homeoffice verdächtige E-Mails auf Ihre berufliche Mailadresse erhalten oder gar irrtümlich etwas angeklickt haben, melden Sie dies sofort der IT-Abteilung Ihres Unternehmens.

Die Tricks der Hacker

  • Phishing/Spear Phishing: Hacker rufen per E-Mail oder mit anderen elektronischen Mitteilungen dazu auf, einen Link anzuklicken oder einen Anhang zu öffnen. Sobald das geschieht, installiert sich eine Schadsoftware. Beim Spear Phishing enthält das E-Mail sogar persönliche Angaben des Opfers, z.B. von Facebook, um das Schreiben noch vertrauenswürdiger zu machen.
  • Business Email Compromise (BEC): Bei diesem Betrugsschema per E-Mail sollen die Empfänger dazu gebracht werden, Überweisungen zu veranlassen. Meistens gibt sich der Absender als CEO, CFO oder eine andere Führungskraft des Unternehmens aus.
  • Social Engineering: Psychologische Manipulation, beispielsweise gibt sich der Hacker als Kollege aus, der Hilfe benötigt. Das kann per E-Mail oder auch am Telefon stattfinden.

Sichern Sie sich gegen Cyber-Angriffe ab

Cyber-Attacken lassen sich nie vollständig verhindern – doch die Folgen lassen sich absichern: Die Zurich Cyber-Versicherung für KMU kommt für bestimmte Kosten infolge eines Hacker-Angriffs auf, zum Beispiel beim Bereinigen der Computergeräte nach einem Virenbefall oder bei der Wiederherstellung von Daten. Zudem erhalten die Versicherten Zugang zu erfahrenen Juristen, welche beratend für Sofortmassnahmen zur Seite stehen. Optional können Sie sich gegen die finanziellen Folgen eines Betriebsunterbruchs nach einer Attacke versichern, oder gegen den Diebstahl von Geldern, wenn ein Hacker sich Zugriff zu Ihrem E-Banking verschafft.

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